Lexikon
Begriffe einfach erklärt – von A bis Z
Deutsch: Aktien ohne Nennwert, nennwertlose Aktien
No-Par Value Shares sind Aktien ohne festgelegten Mindestwert. Im Gegensatz zu Aktien mit Nennwert (par value shares) gibt es keine Untergrenze, zu der die Aktien ausgegeben werden müssen. Der Ausgabepreis wird vom Board of Directors zum Zeitpunkt der Ausgabe frei festgelegt.
Bei No-Par Value Shares wird in den Articles of Incorporation lediglich die Anzahl der autorisierten Aktien angegeben, ohne Angabe eines Nennwerts. Das Authorized Capital ergibt sich dann aus der reinen Anzahl der Aktien.
Beispiel: „The corporation is authorized to issue 1.000.000 shares of common stock without par value.“
No-Par Shares bieten maximale Flexibilität bei der Ausgabe von Aktien. Das Board of Directors kann den Ausgabepreis für jede Emission frei festlegen, ohne an einen Mindestwert gebunden zu sein. Die Aktien können für 1,-, 100,- oder 0,01 USD ausgegeben werden oder für jeden beliebigen anderen Betrag.
Diese Flexibilität ist besonders relevant bei:
Der Ausgabepreis steht nicht in einem festen Verhältnis zu einem festgelegten Nennwert, sondern richtet sich nach der aktuellen Bewertung der Corporation und den Verhandlungen zwischen Corporation und Investor.
US-Corporations können zwischen Aktien mit Nennwert (par value shares) und Aktien ohne Nennwert (No-Par Shares) wählen.
Par Value Shares: Jede Aktie hat einen festgelegten Mindestwert. Bei der Ausgabe muss mindestens dieser Betrag als Gegenleistung erbracht werden.
No-Par Shares: Es gibt keinen Mindestwert. Der Ausgabepreis wird vom Board of Directors zum Zeitpunkt der Ausgabe frei festgelegt.
No-Par Shares sind in den meisten Bundesstaaten inzwischen der Standard, weil sie die größere Flexibilität bieten und der Par Value ohnehin eher ein historisches Relikt ohne praktische Bedeutung ist.
In einigen Bundesstaaten hängen die Registrierungsgebühren und jährlichen Franchise Taxes davon ab, ob die Corporation par value oder no-par shares ausgegeben hat:
Delaware: Die Franchise Tax kann nach zwei Methoden berechnet werden. Bei der „Authorized Shares Method“ zahlen Corporations mit No-Par Shares häufig mehr als solche mit niedrigem Par Value, da ein fiktiver Mindestwert pro Aktie angesetzt wird.
Nevada: No-Par Shares können zu höheren oder niedrigeren Gebühren führen, abhängig von der Anzahl der Authorized Shares.
Wyoming, Florida: Die Unterscheidung zwischen Par Value und No-Par Shares spielt bei den Gebühren keine Rolle.
Die Gebührenunterschiede sind bei kleineren Corporations meist minimal. Gibt es hingegen eine hohe Anzahl an Authorized Shares, können die Unterschiede jedoch erheblich sein, weshalb eine bundesstaatenspezifische Prüfung vor der Gründung ratsam ist.
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