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Alles Wichtige verständlich und kompakt erläutert

New Mexico ist mit einer Fläche von 315.000 Quadratkilometern der fünftgrößte Bundesstaat der USA und mit rund 2,1 Millionen Einwohnern gehört er zu den kleineren Staaten, wobei die Bevölkerungsdichte bei 7 Einwohnern pro Quadratkilometer liegt.
Santa Fe ist mit 88.000 Einwohnern die Hauptstadt, während Albuquerque mit 560.000 Stadteinwohnern und 910.000 in der Metropolregion die dominierende Stadt darstellt. Las Cruces folgt mit 112.000 Einwohnern, dann Rio Rancho mit 105.000 und Roswell mit 48.000, während etwa 40 Prozent der Bevölkerung in der Albuquerque-Metro leben und große Teile des Staates praktisch leer sind.
Das Bruttoinlandsprodukt liegt bei etwa 115 Milliarden Dollar, wobei Öl und Gas, Regierung und Militär, Tourismus sowie zunehmend die Film- und Technologieproduktion die Wirtschaft prägen. Der Staat ist stark von Bundesausgaben und Rohstoffpreisen abhängig, während er gleichzeitig mit chronischer Armut in ländlichen Gebieten kämpft.
New Mexico erhebt moderate Einkommensteuern von 1,7 bis 5,9 Prozent, wobei die Lebenshaltungskosten deutlich unter dem nationalen Durchschnitt liegen. Die Bevölkerung ist die vielfältigste der USA mit 50 Prozent hispanischer Bevölkerung, starker Native American Präsenz und einer einzigartigen Mischung aus spanischer, mexikanischer und indigener Kultur, die diese Fusion den Staat fundamental prägt.
Der Staat ist wirtschaftlich arm, aber kulturell reich, politisch demokratisch mit libertären Zügen und geografisch spektakulär mit Wüsten, Bergen und einzigartigen Landschaften. New Mexico verkörpert den amerikanischen Südwesten in seiner ursprünglichsten Form – anders, künstlerisch und abseits des Mainstreams, wobei diese Andersartigkeit Menschen anzieht oder abstößt.
New Mexico hat die tiefsten europäischen Wurzeln aller US-Bundesstaaten, da Santa Fe bereits 1610 von Spaniern gegründet wurde – zehn Jahre vor den Pilgrims in Massachusetts. Die spanische und später mexikanische Herrschaft über 250 Jahre prägte Kultur, Sprache und Architektur so nachhaltig, dass diese Einflüsse bis heute dominant bleiben.
Die indigene Bevölkerung der Pueblo-Völker lebte bereits seit Jahrhunderten in der Region, als die Spanier ankamen, wobei ihre Kultur und Traditionen trotz der Kolonisation überlebten und heute geschützt sind. Die 23 Pueblo-Communities und die Navajo Nation bilden einen bedeutenden Teil der modernen Bevölkerung, während diese Kontinuität einzigartig ist.
Nach dem Mexikanisch-Amerikanischen Krieg 1848 wurde New Mexico US-Territorium, erhielt aber erst 1912 die Staatlichkeit als 47. Bundesstaat – später als fast alle anderen, wobei diese lange Zeit als Territorium die kulturelle Andersartigkeit widerspiegelte, die andere Amerikaner als fremd empfanden.
Das Manhattan-Projekt brachte Los Alamos und damit die Atombombe nach New Mexico, was den Staat für immer veränderte, während Sandia National Laboratories und der White Sands Missile Range folgten. New Mexico wurde zum Zentrum für Nuklearwaffen und Militärtechnologie, wobei diese Bundeseinrichtungen bis heute wirtschaftliche Basis bilden.
Die Öl- und Gasindustrie entwickelte sich im Permian Basin im Südosten zum Wirtschaftsmotor, wobei die Einnahmen aus Rohstoffen den Staatshaushalt erheblich stützen. Diese Abhängigkeit macht New Mexico anfällig für Rohstoffpreisschwankungen, während die Volatilität chronisch ist.
Seit den 1980er Jahren entwickelte sich Santa Fe zum Kunstzentrum mit Galerien, Studios und einem internationalen Ruf, während Albuquerque die Film- und TV-Produktion anzog – – "Breaking Bad" machte die Stadt weltbekannt. Steueranreize lockten Hollywood-Produktionen, wodurch eine neue Industrie entstand, die Diversifizierung brachte.
Schlüsselbranchen und Hauptarbeitgeber
Regierung und Militär: Die Bundesregierung ist mit Abstand der größte Arbeitgeber, mit Los Alamos National Laboratory (über 13.000 Beschäftigte), Sandia Nationalber 14.000 Beschäftigte), White Sands Missile Range, Kirtland Air Force Base und weiteren Laboratories (über Einrichtungen, wobei diese Institutionen gut zahlen und Stabilität bieten. Die Jobs sind jedoch an spezifische Standorte gebunden, erfordern meist Sicherheitsüberprüfungen und sind für Ausländer schwer zugänglich.
Öl und Gas: Das Permian Basin im Südosten produziert massive Mengen, wobei die Branche Tausende gut bezahlter Jobs schafft, hauptsächlich in Carlsbad und Hobbs. Die wirtschaftliche Bedeutung ist enorm, denn Öl- und Gaseinnahmen machen etwa ein Drittel des Staatshaushalts aus, während die Zyklen brutal sind – wie der Crash 2015/2016 schmerzhaft zeigte.
Tourismus: Die einzigartige Kultur, die Landschaften und Attraktionen wie Carlsbad Caverns, White Sands und die historischen Städte ziehen Millionen Besucher an, wobei Santa Fe eine Kunst- und Kultur-Destination mit internationaler Bedeutung ist. Die Branche beschäftigt Zehntausende, meist in niedrig bezahlten Servicejobs, während die kulturelle Bedeutung die wirtschaftliche übersteigt.
Film- und TV-Produktion: New Mexico bietet massive Steueranreize von bis zu 35 Prozent für Produktionsausgaben, was Hollywood anzieht, wobei Albuquerque Studios die größten in Nordamerika außerhalb Kaliforniens sind. „Breaking Bad“, „Better Call Saul“ und zahlreiche Filme wurden hier produziert, während die Branche gewachsen ist, aber volatil und projektbasiert bleibt.
Gesundheitswesen: Die University of New Mexico Health System ist ein bedeutender Arbeitgeber, wobei in ländlichen Gebieten die medizinische Versorgung knapp ist, was zu chronischem Fachkräftemangel führt.
Bergbau: Neben Öl und Gas werden Kupfer, Kohle und Uran gefördert, wobei die Industrie schrumpft, aber historisch bedeutend bleibt.
Landwirtschaft und Ranching: Der Chili-Anbau ist kulturell und wirtschaftlich bedeutend – New Mexico Chili ist weltbekannt. Pecannüsse, Rinder und Milchproduktion ergänzen die Agrarwirtschaft. Die Branche ist arbeitsintensiv und niedrig bezahlt, stiftet aber kulturelle Identität.
Die Arbeitskultur in New Mexico ist entspannter als in den meisten anderen Staaten. „Mañana" ist nicht nur ein Klischee, sondern teilweise Realität. Der Rhythmus ist langsamer, Fristen werden flexibler interpretiert – was für manche frustrierend, für andere befreiend ist. Diese Kultur reflektiert hispanische und Native American Einflüsse mit ihren eigenen Zeitkonzepten.
In den National Labs ist die Kultur wissenschaftlich und meritokratisch, wobei hoch qualifizierte Forscher und Ingenieure an komplexen Problemen arbeiten. Die Hierarchien sind flach und die Bezahlung gut, während die Geheimhaltungsanforderungen belastend sein können.
In Öl und Gas herrscht Boom-and-Bust-Mentalität: Menschen arbeiten hart und verdienen gut, wenn die Preise hocher massenweise entlass sind, werden aben, wenn sie fallen. Diese Unsicherheit prägt die gesamte Industrie grundlegend, während Stabilität fehlt.
Die Filmbranche ist projektbasiert und volatil, wobei Crewmitglieder zwischen Projekten oft arbeitslos sind. Die Bezahlung ist gut während der Produktionen, aber die Unsicherheit ist permanent, während diese Unberechenbarkeit zum Lebensstil gehört.
„Right to work"-Gesetze schwächen Gewerkschaften, die in New Mexico ohnehin nie stark waren, außer in manchen Regierungsbereichen, wobei Arbeitgeber erhebliche Flexibilität haben.
Work-Life-Balance ist für die meisten Menschen gut, da der Lebensstil entspannt ist und die Outdoor-Möglichkeiten endlos sind, wobei Menschen arbeiten, um zu leben, nicht umgekehrt – eine Einstellung, die sich von der Küstenkultur fundamental unterscheidet.
Die Gehälter liegen deutlich unter dem nationalen Durchschnitt, wobei National-Lab-Mitarbeiter zwischen 80.000 und 180.000 Dollar verdienen, Öl- und Gas-Arbeiter zwischen 60.000 und 120.000 Dollar und Film-Professionals projektabhängig zwischen 40.000 und 100.000 Dollar. Service-Arbeiter verdienen oft nur 25.000 bis 35.000 Dollar, während die Armut real ist – New Mexico hat eine der höchsten Armutsraten in den USA.
Die Mieten sind günstig, wobei eine Zwei-Zimmer-Wohnung in Albuquerque durchschnittlich 1.100 Dollar kostet, in Santa Fe 1.300 Dollar wegen des Tourismus und der Kunstszene, in Las Cruces 900 Dollar und in kleineren Städten oft unter 800 Dollar. Diese niedrigen Kosten ermöglichen auch ein Leben mit bescheidenen Einkommen, während die Balance funktioniert.
Eigenheime sind bezahlbar, wobei der Median-Hauspreis in Albuquerque bei 280.000 Dollar liegt, in Santa Fe bei 520.000 Dollar wegen der Beliebtheit bei wohlhabenden Zuzüglern, in Las Cruces bei 230.000 Dollar und in ländlichen Gebieten oft unter 200.000 Dollar. Wohneigentum ist für die Mittelschicht realistisch, während der amerikanische Traum hier noch erreichbar ist.
Die Lebenshaltungskosten liegen etwa 10 bis 15 Prozent unter dem US-Durchschnitt, wobei Lebensmittel günstig sind und lokale mexikanische Restaurants unschlagbar preiswert sind. Ein Essen im lokalen Restaurant kostet 8 bis 15 Dollar, was diese Küche zum Alltag macht.
Die Einkommensteuer ist mit 1,7 bis 5,9 Prozent moderat, wobei die meisten Menschen in niedrigen Tax Brackets landen. Die Belastung ist deutlich niedriger als in Küstenstaaten, aber höher als in steuerfreien Staaten wie Texas oder Nevada, während die Mitte funktioniert.
Albuquerque ist das wirtschaftliche Zentrum mit den National Labs, Filmproduktion und diversifizierter Wirtschaft, wobei die Stadt eine Mischung aus hispanischer, Native American und Anglo-Kultur darstellt. Die Kosten sind die niedrigsten unter allen größeren US-Städten, mit relativ guten Jobmöglichkeiten, während Kriminalität allerdings in manchen Vierteln ein Problem ist.
Santa Fe ist die Kunst- und Kulturhauptstadt mit Galerien, Adobe-Architektur und gehobener Atmosphäre, wobei wohlhabende Rentner und Künstler die Stadt prägen. Die Kosten sind die höchsten in New Mexico, aber die Lebensqualität wird hochgeschätzt, während die Wirtschaft vom Tourismus, der Kunst und der Regierung lebt.
Las Cruces liegt nahe der mexikanischen Grenze und hat starken hispanischen Charakter, wobei die New Mexico State University die Wirtschaft stabilisiert. Die Kosten sind niedrig, das Klima ist wärmer als im Norden und die Atmosphäre entspannt, während die Nähe zu El Paso Möglichkeiten erweitert.
Carlsbad und Hobbs im Südosten leben vollständig von Öl und Gas, wobei die Wirtschaft boomt, wenn die Preise hoch sind, und kollabiert, wenn sie fallen. Die Städte sind reich an Ressourcen, aber arm an Kultur, während die Hitze extrem und die Isolation groß sind.
Taos ist eine Künstlerkolonie und ein Ski-Resort mit bohemianischer Atmosphäre, kleiner Bevölkerung und hohen Kosten trotz abgelegener Lage, wobei die Kultur alternativ und die Schönheit spektakulär ist.
Die niedrigen Lebenshaltungskosten ermöglichen Bootstrap-Gründungen mit minimaler Burn-Rate, wobei Büroflächen in Albuquerque 12 bis 25 Dollar pro Quadratfuß jährlich kosten – ein Bruchteil der Küstenpreise. Gehälter sind ebenfalls niedrig, was die Kosten weiter senkt.
Der Talentpool ist allerdings begrenzt, wobei die University of New Mexico und die New Mexico State University zwar viele Absolventen hervorbringen, die aber den Staat nach Uniende verlassen. Die National Labs haben hochqualifizierte Wissenschaftler, aber sie zu rekrutieren ist schwierig aufgrund von Sicherheitsüberprüfungen und der Loyalität zu ihren Institutionen, während es an Konkurrenz fehlt.
Venture Capital ist praktisch nicht vorhanden in New Mexico, weshalb Gründer nach Colorado, Texas oder Kalifornien für die Finanzierung reisen müssen, wobei Angel-Investoren in kleiner Zahl existieren, hauptsächlich erfolgreiche Unternehmer, die in der Region geblieben sind.
Die Film-Steueranreize sind enorm und können für Content-Creation und Medien-Start-ups relevant sein, wobei diese Credits verkauft oder gegen Steuern eingelöst werden können. Manche Firmen gründen primär aufgrund dieser Anreize, während die Einsparungen erheblich sind.
Die Märkte sind winzig, weshalb Gründer von Anfang an national oder international denken müssen; der lokale Markt reicht nur für sehr begrenzte Geschäftsmodelle.
Für Remote-Unternehmen ist New Mexico interessant, da die niedrigen Kosten längeres Runway ermöglichen, wobei Lifestyle-Businesses hier zuverlässig funktionieren können für Menschen, die Lebensqualität über maximales Wachstum stellen.
Die Identität New Mexicos ist fundamental anders als im Rest der USA, wobei die spanisch-mexikanisch-indigene Fusion eine Kultur geschaffen hat, die sich manchmal eher wie Lateinamerika als Amerika anfühlt. Diese Andersartigkeit ist Stolz und manchmal Isolation, während sie den Staat definiert.
Familie und Gemeinschaft sind zentral, wobei Extended Families über Generationen an denselben Orten leben. Diese Verwurzelung schafft starke soziale Bindungen, kann aber Außenseiter ausschließen, während „¿De dónde eres?“ (Woher kommst du?) Nicht nur Stadt, sondern auch Familie und Geschichte.
Die Mentalität ist entspannt bis fatalistisch, wobei „it is what it is" eine häufig anzutreffene Haltung ist. Diese Akzeptanz kann Gelassenheit oder Resignation sein, je nach Perspektive, während der Drive und Ehrgeiz der Küsten weitgehend fehlen.
Spiritualität ist über Religionsgrenzen hinweg wichtig, wobei katholische, Native American und New-Age-Traditionen koexistieren und sich manchmal vermischen. Santa Fe ist ein Zentrum für alternative Spiritualität mit Kristallen, Heilern und Retreats, während diese Offenheit ungewöhnlich ist.
Kunst und Kreativität werden geschätzt, wobei New Mexico überproportional viele Künstler hat. Die Landschaft inspiriert, während die niedrigen Kosten ein künstlerisches Leben ermöglichen. Diese Kultur zieht kreative Menschen aus dem ganzen Land an, wobei Authentizität zentral ist.
Die Mentalität ist libertär in dem Sinn, dass Menschen einander in Ruhe lassen wollen, wobei "Live and let live“ überparteilich ist. Diese Toleranz ermöglicht Vielfalt, kann jedoch auch Gleichgültigkeit bedeuten, während Grenzen respektiert werden.
New Mexico ist politisch demokratisch ausgerichtet, wobei beide Senatoren, der Gouverneur und die Mehrheit der Kongressabgeordneten Demokraten sind. Der Staat wählte Biden 2020 deutlich, während diese Dominanz wächst.
Die demokratische Dominanz kommt von der hispanischen Bevölkerung, die überwiegend demokratisch wählt, und der Native American Bevölkerung, die ebenfalls stark demokratisch tendiert, wobei die urbanen Zentren Albuquerque und Santa Fe progressiv sind.
Die ländlichen Gebiete, besonders im Südosten mit Öl und Gas, sind konservativ und republikanisch, wobei diese Regionen sich von der staatlichen Politik ignoriert fühlen – eine Spannung, die die Politik kompliziert.
Soziale Themen werden progressiv geregelt, wobei Cannabis bereits 2021 vollständig legalisiert wurde – New Mexico war unter den ersten Staaten. Diese libertäre Haltung zu persönlichen Freiheiten ist überparteilich, während ein gewisser Pragmatismus dominiert.
Waffenrechte sind trotz demokratischer Regierung relativ liberal, da Jagd und Schießen tief in der Kultur verwurzelt sind, wobei die urbanen Demokraten hier moderater sind als in Kalifornien.
Umweltschutz ist kompliziert, da die Wirtschaft von Öl und Gas abhängt, aber die Landschaft geschützt werden soll, wodurch diese Spannung zu Kompromissen statt klaren Positionen führt.
Die Native American Pueblos haben Souveränität über ihre Territorien, auf denen eigene Gesetze gelten, wobei diese Autonomie politisch respektiert wird und einen Staat im Staat schafft.
New Mexico ist der diversitärste Staat mit etwa 50 Prozent hispanischer, 37 Prozent weißer (nicht-hispanischer), 11 Prozent Native American und 2 Prozent schwarzer Bevölkerung, wobei diese Zahlen allerdings komplex sind, da viele hispanische Neomexikaner Familienwurzeln haben, die vor der USA-Zeit zurückreichen.
Die hispanische Kultur ist dominant, wobei Spanisch weit verbreitet ist – etwa 28 Prozent sprechen zu Hause primär Spanisch.
Die Native American Bevölkerung ist nach Alaska die zweithöchste prozentual, wobei die Navajo Nation, 23 Pueblo-Communities und Apache-Gruppen bedeutende Territorien kontrollieren. Diese Souveränität ist real und respektiert, während die Autonomie geschützt ist.
Die Anglo-Population kam hauptsächlich nach 1945 mit dem Manhattan-Projekt und Militärbasen, während neuere Zuzügler Künstler, Rentner und Menschen sind, die dem Mainstream entfliehen wollen.
Für internationale Fachkräfte ist New Mexico schwierig, da die Wirtschaft begrenzt ist, Visa-Sponsoring außer bei National Labs selten ist und die kulturelle Homogenität (trotz ethnischer Diversität) Außenseiter spürbar macht, wobei Integration Spanischkenntnisse und kulturelles Verständnis erfordert.
Die Abwanderung junger, gebildeter Neomexikaner ist ein chronisches Problem, wobei Absolventen den Staat für bessere Karrieremöglichkeiten verlassen. Dieser Brain Drain hält den Staat arm und begrenzt die Entwicklung fundamental, während der Teufelskreis schwer zu durchbrechen ist.
Einkommensteuer: New Mexico hat eine progressive Einkommensteuerdie Brackets bei 5.500, 11.000, 16.000 und 21 von 1,7 bis 5,9 Prozent, wobei .000 Dollar liegen. Die meisten Menschen zahlen 4,9 oder 5,9 Prozent, was moderat im nationalen Vergleich ist – niedriger als in den Küstenstaaten, aber höher als in den steuerfreien Staaten.
Umsatzsteuer: Die staatliche Umsatzsteuer beträgt 5,125 Prozent, wobei lokale Gebietskörperschaften bis zu 4 Prozent aufschlagen können. In Albuquerque liegt die Gesamtbelastung bei etwa 7,9 Prozent, was moderat ist.
Immobiliensteuer (Property Tax): Diese ist niedrig mit durchschnittlich 0,8 Prozent des geschätzten Immobilienwerts, wobei für ein Haus im Wert von 250.000 Dollar etwa 2.000 Dollar jährlich anfallen. Diese niedrige Belastung macht Wohneigentum attraktiv, während die Kosten beherrschbar bleiben.
Unternehmenssteuern: Die Corporate Income Tax liegt bei 4,8 bis 5,9 Prozent je nach Einkommen, und ist damit moderat. LLCs und Partnerships zahlen keine Corporate Income Tax.
Öl- und Gas-Severance Tax: Die Rohstoffförderung wird stark besteuert, was etwa ein Drittel des Staatshaushalts finanziert, wodurch diese Abhängigkeit den Haushalt volatil macht.
Erbschaftssteuer: New Mexico erhebt keine Erbschafts- oder Nachlasssteuer, was den Staat für Vermögende attraktiv macht.
Die Regulierung ist moderat, wobei Umweltgesetze lockerer sind als in Kalifornien, aber strenger als in Wyoming. Arbeitsrecht ist arbeitgeberfreundlich mit „right-to-work“-Gesetzen, während die Balance funktioniert.
Die Film-Anreize sind die großzügigsten der USA mit bis zu 35 Prozent Rückerstattung auf Produktionsausgaben, wobei diese Credits verkauft werden können.
Die Bürokratie ist überschaubar bis chaotisch, wobei manche Prozesse schnell gehen und andere in typisch staatlicher Ineffizienz stecken bleiben. Die Verwaltung ist unterfinanziert, während Kapazitäten fehlen.
Cannabis ist seit 2021 vollständig legal, und die Industrie wächst schnell. Lizenzen für Dispensaries sind verfügbar, aber die Konkurrenz nimmt zu, während die Professionalisierung fortschreitet.
Förderprogramme gibt es für bestimmte Branchen, wobei die Mittel begrenzt sind. Der Staat versucht, die Wirtschaftsentwicklung zu fördern, hat dafür jedoch wenig Geld, während die Ambitionen die Ressourcen übersteigen.
Die Verkehrsinfrastruktur ist dünn, wobei I-25 von Norden nach Süden und I-40 von Osten nach Westen die Hauptadern sind. Der Verkehr ist minimal, außer in Albuquerque zu Stoßzeiten, während öffentlicher Nahverkehr praktisch nicht vorhanden ist.
Der Flughafen Albuquerque ist der einzige bedeutende Flughafen mit begrenzten Direktverbindungen, wobei man meist über Denver, Dallas oder Phoenix umsteigen muss. Flüge sind oft teuer, während Anbindung limitiert bleibt.
Die Rail Runner zwischen Albuquerque und Santa Fe ist eine seltene öffentliche Verkehrsoption, wird aber wenig genutzt und ist teuer im Betrieb, wobei die Zukunft unsicher ist.
Breitband-Internet ist in Städten verfügbar, aber auf dem Land oft nicht vorhanden, was wirtschaftliche Entwicklung und Remote-Arbeit behindert, wobei dieses Digital Divide ein reales Problem ist.
Das Bildungssystem ist eines der schwächsten der USA, wobei New Mexico regelmäßig am unteren Ende nationaler Ranglisten landet. Chronische Unterfinanzierung, niedrige Lehrergehälter und hohe Armutsraten der Schüler schaffen einen Teufelskreis, während die Verbesserung schwierig ist.
Die Gesundheitsversorgung ist in Albuquerque und Santa Fe gut, aber in ländlichen Gebieten herrscht massive Unterversorgung, wobei die Distanzen zu Krankenhäusern bis zu 100 Kilometer betragen können. Native American Communities haben oft nur den Indian Health Service mit begrenzten Ressourcen, während Notfälle problematisch sind.
Wasserknappheit nimmt zu, wobei der Rio Grande weniger Wasser führt und der Grundwasserspiegel sinkt. Konflikte über Wasserrechte zwischen Staaten, Farmern, Städten und Pueblos werden zunehmen, während es an Lösungen fehlt.
Die Wohnkosten wurden bereits erwähnt, wobei die traditionelle Adobe-Architektur Santa Fe prägt und dort das Wohnen teurer macht als anderswo. In Albuquerque dominieren normale Suburbs mit Einfamilienhäusern, deren Stil pragmatisch ist.
Der Alltag ist extrem autoorientiert, da Distanzen groß sind und öffentlicher Nahverkehr fehlt, wobei in kleineren Orten Basics wie Supermärkte weit entfernt sind. Tankstellen mit großen Tanks sind Standard, während Mobilität essenziell ist.
Die Lebenshaltungskosten sind niedrig, und mexikanisches Essen ist allgegenwärtig und günstig. Green und Red Chile sind bei praktisch jedem Essen Standardfrage, während diese Küche ein kulturelles Fundament darstellt.
Die Gesundheitsversorgung variiert extrem von Weltklasse in Los Alamos und Albuquerque bis nicht existent auf dem Land, wobei die Opioid-Krise New Mexico besonders hart trifft.
Die Kriminalität ist in manchen Gegenden problematisch, wobei Albuquerque hohe Raten bei Gewaltverbrechen und Autodiebstahl aufweist. Armut und Drogenprobleme verschärfen die Situation, während manche Viertel unsicher sind.
Die University of New Mexico in Albuquerque hat 24.000 Studenten und ist die größte Hochschule mit soliden Programmen in Medizin, Ingenieurwesen und Native American Studies, während die New Mexico State University in Las Cruces 14.000 Studenten hat und stark in Landwirtschaft und Ingenieurwesen ist. New Mexico Tech in Socorro ist klein (2.000 Studenten) aber respektiert in Geologie und Engineering, wobei diese Schulen regional wichtig, aber keine Elite-Unis sind.
Das öffentliche Schulsystem ist chronisch unterfinanziert und rangiert national am unteren Ende, wobei die Lehrergehälter zu den niedrigsten der USA gehören und viele Schulen mit veralteten Materialien und überfüllten Klassen kämpfen. Die Armutsrate der Schüler ist extrem hoch, während strukturelle Probleme tiefgreifend sind.
Privatschulen existieren in Santa Fe und Albuquerque, sind jedoch selten und teuer im Verhältnis zu den lokalen Einkommen, wobei die Alternativen begrenzt bleiben.
Das Klima variiert stark nach Höhenlage, wobei Albuquerque auf 1.600 Metern liegt, Santa Fe auf 2.100 Metern und manche Gebiete über 3.000 Meter erreichen. Die Höhe bedeutet überall intensive Sonneneinstrahlung und niedrige Luftfeuchtigkeit, wobei Anpassung nötig ist.
Die Sommer sind heiß, aber trocken, wobei Temperaturen in Albuquerque um 35 Grad liegen, aber die trockene Hitze ist erträglicher als feuchte Hitze. Gewitter bringen nachmittags kurze Regenschauer in der Monsun-Saison von Juli bis September, während diese Entlastung bringen.
Die Winter sind je nach Höhe mild bis kalt, wobei Albuquerque um 5 bis 10 Grad liegt, mit gelegentlichem Schnee, während Santa Fe und Taos deutlich kälter sind und echten Wintern ausgesetzt sind. Skifahren ist in Taos, Angel Fire und am Santa Fe Ski Basin möglich, wobei die Qualität gut ist.
Die Luft ist extrem trocken, mit oft unter 20 Prozent Luftfeuchtigkeit, was Haut und Schleimhäute austrocknet. Lippenbalsam und Hautcreme sind unverzichtbar. Nasenbluten ist häufig, während Hydratation eine konstante Herausforderung ist.
Die Natur ist spektakulär mit Wüsten, Bergen, Canyons und einzigartigen Formationen wie White Sands, Carlsbad Caverns und Bandelier, wobei die Landschaft rau, aber von atemberaubender Schönheit ist. Outdoor-Aktivitäten sind ganzjährig möglich und gut zugänglich.
Kulturell ist das Angebot in Santa Fe stark, mit Weltklasse-Galerien, Museen und der Santa Fe Opera, wobei Albuquerque Museen und die Balloon Fiesta hat – das weltweit größte Heißluftballon-Event. Kleinere Orte haben wenig bis nichts Kulturelles, während die Spaltung groß ist.
Albuquerque – wirtschaftliches Zentrum, National Labs, Film, divers, günstig, gute Jobs relativ zu Kosten, Kriminalitätsprobleme, beste Infrastruktur. Ideal für: Scientists, Film-Professionals, Menschen, die südwestliche Kultur mit städtischen Annehmlichkeiten wollen.
Santa Fe – Kunst und Kultur, Adobe-Architektur, gehobener, teurer, Tourismus, Galerien, spirituell, älter, entspannt. Ideal für: Künstler, Rentner, wohlhabende Menschen die Kultur und Schönheit schätzen.
Las Cruces – Universitätsstadt, hispanisch, günstig, warm, näher zu Mexiko, entspannt, begrenzte Jobs. Ideal für: Studenten und leute, die ein günstiges Leben in warmem Klima wollen.
Taos – Künstlerkolonie, Ski-Resort, bohemian, klein, isoliert, schön, teuer für Größe. Ideal für: Künstler und Skifahrer, die Abgeschiedenheit suchen.
Los Alamos – Wissenschaft, Atombombe-Geschichte, hohe Gehälter, isoliert, begrenzt auf Lab-Mitarbeiter, teuer. Ideal für: Wissenschaftler mit Security Clearance.
Stärken
Schwächen
Chancen
Risiken
New Mexico ist für Menschen, die kulturelle Tiefe, spektakuläre Natur und ein entspanntes Leben über Karriere und Einkommen stellen, wobei die niedrigen Kosten ein Leben ermöglichen, das in Küstenstaaten unmöglich wäre – die wirtschaftlichen Möglichkeiten sind jedoch stark begrenzt.
Die Kultur ist die einzigartigste in den USA, wobei die Fusion spanischer, mexikanischer, indigener und amerikanischer Einflüsse etwas geschaffen hat, das nirgendwo anders existiert. Diese Andersartigkeit ist entweder faszinierend oder befremdlich, je nach Perspektive, während sie Menschen fundamental anzieht oder abstößt.
Für Gründer ist New Mexico operativ schwierig wegen kleiner Märkte, begrenzten Talentpools und fehlenden Kapitals, aber die niedrigen Kosten können für Remote-Unternehmen oder Lifestyle-Businesses funktionieren, wobei die Film-Incentives für Content-Creation relevant sind.
Die National Labs bieten Weltklasse-Wissenschaft für hoch qualifizierte Menschen mit Security Clearance, was eine Nische darstellt, die wenige andere Staaten bieten, während diese Möglichkeit einzigartig ist.
Die Armut ist real, wobei das schwache Bildungssystem einen Teufelskreis schafft, der schwer zu durchbrechen ist. Menschen, die Karriere und Verdienst maximieren wollen, sollten woanders hingehen, während New Mexico andere Werte bietet.
Die Landschaft ist von atemberaubender Schönheit, wobei die Wüsten, Berge und einzigartigen Formationen Menschen anziehen, die die Natur über Konsum stellen. Das Outdoor-Leben ist erstklassig, die Zugänglichkeit hingegen gut.
Die Lebensqualität hängt fundamental von Prioritäten ab: Menschen, die Gelassenheit, Kultur und Natur schätzen, können hier glücklich werden, während Menschen, die Ehrgeiz, Wachstum und Einkommen priorisieren, frustriert werden.
New Mexico ist einer der ärmsten Staaten gemessen an Einkommen, aber einer der reichsten gemessen an Kultur und Landschaft, wobei die Entscheidung für New Mexico eine Entscheidung für Lebensqualität über Verdienst ist, für Gemeinschaft über Karriere und für Sein über Haben. Wer diese Werte teilt, findet hier ein Leben, das anderswo nicht möglich ist, und diese Authentizität ist unbezahlbar.
Landesregierung New Mexico: State of New Mexico
Zentrales Portal der Landesregierung → newmexico.gov
Unternehmensregister: New Mexico Secretary of State – Business Services
Offizielles Register für Unternehmen. → sos.state.nm.us
Steuerbehörde: New Mexico Taxation and Revenue Department
Zuständig für staatliche Steuern → tax.newmexico.gov
Economic Development: New Mexico Economic Development Department
Unterstützung für Unternehmen und Gründer → edd.newmexico.gov
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