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Unser Know-How-Blog über Wissenswertes aus den Vereinigten Staaten

US Times Zones: Mit den Hühnern ins Bett

Wer geschäftlich mit Amerika zu tun hat, muss sich nicht wundern, wenn am Vormittag in Europa der Email-Postkasten leer bleibt und auch keinerlei Anrufe aus Übersee zu verzeichnen sind. Die Amerikaner schlafen nämlich immer mindestens bis Mittags. Nicht weil das gesünder ist oder sie so unglaublich faul sind, sondern weil Amerikaner in anderen Zeitzonen als die Europäer leben.

Früher, da war alles noch so schön einfach: 12 Uhr Mittags war einfach dann, wenn die Sonne am Himmel am Höchsten stand. Da die Erde nun aber bekanntermaßen keine Scheibe ist sondern eher eine Art Kugelform hat, erwies sich diese einfache Art der Zeitmessung spätestens seit der Einführung des Telegrafen und der Eisenbahn als im wahrsten Sinne des Wortes nicht mehr zeitgemäß.

Denn: War es Mittags in Los Angeles, dann war der Mittag in New York gleich ganze Stunden schon wieder vorbei. Und es waren tatsächlich die Eisenbahngesellschaften, die im Jahre 1883 in den USA vier Standard-Zeitzonen eingerichtet hatten, um dem ständigen Rätselraten im Hinblick auf die Ankunft und Abfahrt von Zügen endlich ein Ende zu bereiten. Zeitzone bedeutet dabei, dass alle Städte, die sich innerhalb einer solchen Zone befinden, exakt dieselbe Uhrzeit haben.

Vier Zeitzonen von West nach Ost

An der Ostküste, wo sich Städte wie Los Angeles, San Francisco, Las Vegas und Seattle befinden, gilt dabei die so genannte Pacific Standard Time (PST), weil diese Seite zum Pazifischen Ozean hinzeigt. Weiter ins Landesinnere in Richtung Osten (nach rechts auf der Karte) folgt die Mountain Standard Time (MST), dann die Central Standard Time (CST) und an der Ostküste schließlich sich die Eastern Standard Time (EST), nach der auch die Uhren in New York ticken.

“Standard Time” immer deshalb, weil es auch in Amerika eine Sommerzeit gibt, die sich Daylight Saving Time – auch oder Spring Forward oder Summer Time – nennt, und die aus der Standard Time in den vier Zeitzonen im Sommer jeweils die Daylight Time macht:

  • Pacific Daylight Time (PDT)
  • Central Daylight Time (CDT)
  • Mountain Daylight Time (MDT)
  • Eastern Daylight Time (EDT)

Um die Verwirrung perfekt zu machen, erfolgt die Umstellung nicht wie in Europa am letzten Sonntag im März und am letzten Sonntag im Oktober, sondern am zweiten Sonntag im März und am ersten Sonntag im November, so dass die USA insgesamt eine etwas längere Sommerzeit haben.

So weit so gut – doch wie spät es ist es denn nun in den USA, wenn es in Berlin Mittags ist? Einen Hinweis liefern die kryptischen Kürzel die oft neben solchen Zeitangaben zu finden sind und die für die Pacific Standard Time an der Westküste “UTC -8” vorsehen und für die Ostküste mit ihrer Eastern Standard Time “UTC -5” wobei neben UTC auch GMT häufig anzutreffen ist.

UTC, steht dabei für Universal Coordinated Time (Koordinierte Weltzeit), welche die Erdkugel in 24 jeweils 15 Grad breite Kugelzweiecke unterteilt.

Dieser Zeitstandard, der bereits seit 1972 verwendet wird, krönt ausgerechnet den Londoner Stadtteil Greenwich zum Nabel der Welt, indem er dessen Zeitzone auf den Wert 0 setzt. Aus diesem Grunde ist neben UTC auch noch das Kürzel GMT als Referenzangabe zu finden (Greenwich Mean Time), das allerdings veraltet ist.

Alle andere Zeitzonen ergeben sich, indem man von diesem Londoner Standpunkt aus eine oder mehrer Stunden abzieht oder auch hinzuaddiert, wobei die Laufrichtung der Erdkugel vorgibt, dass negative Zahlen von London aus gesehen in den Westen ziehen (in Richtung USA) und positive Zahlen in den Osten (in Richtung EU-Festland).

Berlin, Zürich und Wien liegen auf dem Globus von London aus genau eine Stunde nach rechts. Dementsprechend liegen sie in der Zeitzone: UTC+1.

New York liegt wie erwähnt an der Ostküste mit UTC-5 (Eastern Standard Time) fünf Stunden nach links auf dem Globus, so dass sich zwischen Berlin und New York damit eine Zeitdifferenz von insgesamt 6 Stunden ergibt.

Zum Frühstück schon mit den Hühnern ins Bett

Das bedeutet: Bei einem frühen Bürostart in New York morgens um 8 Uhr haben in Berlin die Meisten schon die Mittagspause hinter sich, denn dort es es dann 8 + 6 = 14 Uhr. Macht man sich im Berlin um 17 Uhr zum Feierabend auf, dann ist es in New York erst 11 Uhr Mittags. Da müssen sich New Yorker sputen, wenn sie in Berlin noch jemand erreichen wollen.

Noch knapper wird es an der Ostküste der Vereinigten Staaten. Möchte Google in Kalifornien beispielsweise einen vielversprechenden Werbekunden aus Deutschland mit einem Anruf beglücken um ein neues, verheißungsvolles Produkt anzubieten, dann liegen dazwischen ganze 9 Stunden. Das bedeutet, wenn in Alto Palto die Hühner krähen, dann liegen diese in Deutschland, Österreich und der Schweiz fast schon wieder allesamt flach im Bett.

Die Zeit beträgt bei Bürostart in Kaliforien um 8 Uhr morgens dann in Berlin schon 17 Uhr, das bedeutet man bekommt an sich niemand mehr an die Strippe, was ein weiterer Grund ist, weshalb fast alle amerikanischen Konzerne oberhalb einer gewissen Größe eine Europazentrale im irischen Dublin haben (UTC 0). Es lassen sich von der Amerikanischen Ostküste aus zu regulären Bürozeiten schlichtweg keine Geschäfte mit Europa machen – und umgekehrt, weil zum Bürostart in Europa um 8 Uhr an der US-Ostküste alle noch am Vortag beim Fernsehschauen sind.

Auskunft gibt das Online-Zeitorakel

Hat man sich einmal mit den ganzen Zeitzonen beschäftigt, dann muss man sich einfach nur merken, dass es in den USA immer um Stunden früher ist als in Europa. Den Rest kann man dann auch wieder vergessen, denn das Rätselraten zur Frage wer nun wann genau in den USA zu erreichen ist, fällt heutzutage Gott sei Dank weg

Die Zeit in Boston oder Los Angeles oder irgendeiner anderen US-Stadt lässt sich nämlich ganz einfach über Google abrufen mit dem Stichwort “Zeit + Stadt” oder auch “Zeit + US-Staat.” Noch moderne Zeitgenossen benutzen dazu natürlich einfach Sprachassistenten wie Siri, Alexa oder Google, die auf die Frage, “wie spät ist es in York” an sich immer eine Antwort parat haben.

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