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Offshore Hosting – die Webseite im Ausland

Entspricht das eigene Webangebot – aus welchen Gründen auch immer – nicht ganz oder auch so überhaupt nicht den rechtlichen Vorschriften im eigenen Land, dann bietet es sich unter Umständen an, die heimischen Gefilde virtuell zu verlassen und die Webseite auf einem Server im Ausland zu hosten.

“Offshore Hosting” lautet dazu das Zauberwort der Stunde. Und wer sich auf die Suche mit diesem Stichwort bei Google macht, stellt schnell fest, dass es an Angeboten dazu derzeit keinerlei Mangel gibt: Hosting-Provider aus Russland, Panama, Holland, Costa Rica, Kasachstan, Rumänien oder auch den Bahamas geben sich online die Klinke in die Hand und buhlen mit Preisschnäppchen um die Kundschaft aus aller Welt.

Server im Ausland erfreuen sich derzeit augenscheinlich rund um den Globus zunehmender Beliebtheit. Kein Wunder, denn Webseiten, die im Ausland gehostet werden, können nicht einfach per Gerichtsbeschluss von irgendjemand abgeschaltet werden, weil ein inländischer Gerichtsbeschluss im Ausland schlichtweg niemand interessiert.

“Offshore” im weitere Sinne bedeutet dabei zunächst einfach nur so viel wie “vor der Küste” sprich “im Ausland”. Demzufolge ist alles “offshore”, was sich nicht im eigenen Land befindet. Doch damit alleine ist es unter Umständen nicht getan, da zwischen vielen Staaten Rechtshilfe- oder/und Amtshilfeabkommen bestehen, was bedeutet, dass Behörden und Gerichte in einem solchen “Partnerland” in bestimmten Fällen Hilfe leisten, zumindest ist es vertraglich so vereinbart. Deshalb ist ein Server in Holland oder Finnland für einen Webseitenbetreiber aus der Schweiz oder Österreich – abhängig vom Projekt – unter Umständen nicht ganz der optimale Standort und umgekehrt.

Die engere Definition des Begriffs “Offshore” sieht in diesem Kontext deshalb nur Länder vor, mit denen eines solches Rechtshilfeabkommen mit dem eigenen Land gerade nicht besteht oder das dort nur schwer durchzusetzen ist, so wie man es seit Jahrzehnten von den klassischen Offshore-Firmen her kennt, die sich vorzugsweise in Gebieten tummeln, wo man auf Anfragen von ausländischen Behörden noch nie reagiert hat wie etwa auf Tongo oder den Kokosinseln. Während in Europe anonymes Offshore-Hosting dabei nach wie vor einen leicht anrüchigen Touch hat, steht die Sache in arabischen oder asiatischen Ländern unter einem völlig anderen Vorzeichen, wo es in erster Linie darum geht, mannigfaltigen Repressalien zu entfliehen.

Anonymität 2.0

Da der Serverstandort nur die halbe Miete ist, wenn es um diskretes Webhosting geht, haben viele Offshore-Hoster noch eine ganze Menge mehr im Ärmel als nur das Hosting im Ausland – allen voran die anonyme Zahlung mit Bitcoin oder auch anderen Kryptowährungen, die im Gegensatz zu Zahlungen per Kreditkarte oder Paypal keinerlei Rückschlüsse über den Absender einer Zahlung zulassen und die bei vielen Providern inzwischen der Standard sind.

Es kann so eine Domain theoretisch auch auf Mickey Mouse oder Donald Duck registriert werden. Sie gehört dann dem, der die Zugangsdaten hat. Hosting-Anbieter sind diesbezüglich nicht besonders wählerisch solange die Zahlung stimmt.

Doch muss man nicht unbedingt immer so weit gehen, da auch der Domaininhaber problemlos verschleiert werden kann, was von manchen Providern als “Bulletproof Domain Registration” (kugelsichere Registrierung) angeboten wird. Das bedeutet dann, das bei Abfragen bei WHOIS-Suchdiensten keinerlei Informationen über den Besitzer der Domain einsehen kann, was aber ohnehin seit geraumer Zeit aus Datenschutzgründen er Standard ist. So ist die Tarnung aber sicherer.

Diese Verschleierung kann technisch soweit gehen kann, dass auch der Anbieter selbst, der normalerweise als technischer Ansprechpartner aufgeführt ist, nicht mehr sichtbar ist. Es lassen sich so nicht nur keinerlei Rückschlüsse auf den Domaininhaber ziehen, sondern auch keine auf den Hostingprovider ziehen, sodass beide online unsichtbar sind.

Um einen geeigneten Hosting-Provider zu finden, sollte man sich zunächst für ein oder mehrere Länder, die infrage kommen, entscheiden, denn eine Google-Suche alleine mit dem Stichwort “Offshore Hosting” ist zu allgemein gehalten, um brauchbare Ergebnisse zu liefern. Die waren Perlen kommen zu Tage mit den Keyword-Kombination “Offshore Hosting + Land” wobei die englische Version des Ländernamens benutzt werden sollte, wie z.B. Offshore Hosting Malaysia oder Offshore Hosting Russia, da man in Malaysien oder Russland online nicht Deutsch spricht, sondern Englisch,
Interessante Angebot unterscheiden sich dann von der Technik her in keiner Weise von herkömmlichen Anbietern und sehen z.B. wie folgt aus:

shinjiru.com

In Malaysien ansässiger Anbieter, der Offshore-Hosting nach eigenen Angaben seit dem Jahre 2000 anbietet, mit einem sehr umfangreichen und professionellem Sortiment. Günstige Preise ab 3,99 EUR gibt es allerdings nur, wenn man ein oder mehrere Jahre im Voraus bucht.

superbithost.com

Auf Zahlungen mit Kryptowährungen spezialisierter Anbieter, der verschiedene Serverstandorte im Programm hat wie etwa Hong Kong oder Singapur

panamaserver.com

In Panama ansässiger Provider, der mit moderaten Preisen besticht.

From Russia with love: beget.com

Wer einen Hauch James Bond gerne hat, der ist vielleicht auch in Russland gut aufgehoben.

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